ANZEIGEN VON 1960 von WANNWEIL
Fr 06/11/2009 verfasst von Botho Walldorf
Im Jahre 1960 verfaßte der Wannweiler Gewerbeschulrat Georg Mayer das verdienstvolle Heimatbuch „Die Geschichte von Wannweil und seinen Nachbarorten“. im Selbstverlag. Auf 30 Seiten (Seite 167 bis 196) folgt ein Inseratenteil Wannweiler Firmen.
In diesem Beitrag soll erfaßt werden, welche Firmen fast 50 Jahre später noch bestehen.
2009 noch bestehende Firmen sind mit ****** gekennzeichnet.
Nicht ausbleibende Unrichtigkeiten können im Blogger-Kommentar kund getan werden.
1. Spinnerei und Weberei Wannweil, gegründet 1868, geschlossen 1987, übernommen von der Metzinger Firma Holy, 2009 sind bauliche Veränderungen für eine Wohnbebauung im Gespräch
2. A. und E. Zeeb, Srickwarenfabrik Wannweil, besteht 2009 nicht mehr
3. A. Hermann, Wäschefabrik Wannweil besteht 2009 nicht mehr
3. J. Weber, Strickwarenfabrik Wannweil - Pionier der Kinderbekleidung
besteht 2009 nicht mehr
4. Emil Shaw, Inh. Chr. Leibssle, Fabrik für Kinderwagenausstattung besteht 2009 nicht mehr. Die Textilindustrie war bis in die 1980er Jahre in Wannweil bedeutend.. Sie bot zahlreichen Frauen Arbeitsplätze und Heimarbeitsplätze. Leider ist in den Folgejahren fast alles geschlossen worden.
5. Die Obere Mühle wird 2009 in moderner Form fortgeführt. ****** (altes Foto Seite 177)
6. Die Genosenschaftsbank Wannweil e GmbH - seit 1895 die Bank der Wannweiler um 2000 Fusion mit der Volksbank Reutlingen. ******
7 Christian Hipp, Strickwarenfabrik gegr. 1925, wird 2009 von Familie Frank als Näherei fortgeführt -Die Geschäftsräume wurden im Nov. 2007 und im Nov. 2008 der Aktion „BILDERTANZ“ zur Verfügung gestellt zum Anschauen von digitalisierten Filmen. *****
8. Walter Stooß, Strickwarenfabrik, gibt es 2009 nicht mehr
9. Hans Leuze Wäschefabrik gibt es 2009 nicht mehr
10. Roller und Kienzler, Silenta-Gardinenschienenfabrik gibt es 2009 nicht mehr.
11. Schirm & Mittler , Buntweberei und Bettuchfabrik Wannweil , nicht so bedeutend wie die äußere Farbrik war die 1874 gegründete untere Farbrik. später Glasweberei Leuze und Rilling, 2009 in der Nähe eine Spritzgußfirma
12. Bekleidungshaus Otto Schwarz, Einfahrtstraße, 2009 Sabines Friseursalon
13. Sigel-Biere Pfullingen aus der Klosterbrauerei existirte in Pfullingen bis etwa 1983, seitdem dort Wohnbebauung. Generationenlang waren in Pfullingen die Kupferkessel von der Straße aus zu sehen.
14. Kreissparkasse Wannweil , Neubau 1982 in der Hauptstraße, 2009 noch da ******
15 Konsumgenossenschaft Wannweil, 1960 waren 360 Familien Mitglied, existiert 2009 nicht mehr.
16. J. Kemmler & Sohn Dorfstraße, bestand etwa bis 2007
17. Karl Gaiser, Schreinerei , Einfahrtsstraße , Die Geschäftsräume werden 2009 von der Firma Lippert Fotografy genutzt. Schreiner Karl Gaiser wurde sehr alt und verfasste zahlreiche Gedichte (eines davon veröffentlicht im Bildband I von Wannweil, 1984)
18. Elektro-Rilling gibt es 2009 nicht mehr
18. Hans Thumm, das Fachgeschäft für Textilwaren existiert 2009 50 Jahre später weiterhin mit einer Filiale in Pliezhausen *******
19. Metzgerei Adolf Ebinger etwa bis 1980, „ beim Ebinger-Brunnen“ folgte Filiale der Reutlinger Metzgerei Oskar Zeeb, seit etwa 2006 Brunnen-Kebab
20. Chrsitian Wolf, Flaschnerei und Installation, existiert 2009 nicht mehr
21. N. Maier, Nähmaschinen-Fachgeschäft 2009 vorhanden in der Hauptstr. neben der alten Schule
22. Jakob Gaiser, Bahnhofstraße 11 Textilwaren und Lebensmittel, in den Geschäftsräumen 2009 ein Getränkemarkt „GEFAKO“
23. Druckerei Karl Eißler besteht 2009 in Kirchentellinsfurt weiter *******
24. Echaz-Drogerie Maier gibt es 2009 nicht mehr
25. Walter Kern , Metzgerei, Hauptstraße wird 2009 in moderner Form fortgeführt *****
25. Karl Klett, Eisenwaren, Gartengeräte gibt es 2009 nicht mehr , Haus in der Hauptstraße wurde abgebrochen, heute Parkplätze
26 Beate Hipp Mangelwäsche , gibt es 2009 nicht mehr
27 Erwin Schuster , Feinkost, Lebensmittel, Schillerstraße 8, gibt es 2009 nicht mehr
28. Radio Schaumburg, wird 2009 in der 3. Generation fortgeführt ********
29. Gasthaus zum Waldrand, Familie Werner, seit etwa 2006 „Rose“ genannt
30. Herbert Kienzle, Zimmergeschäft, gibt es 2009 nicht mehr
31 Autohaus Karl Maier, Hauptstraße 51, Fiat-Vertragswerkstätte gibt es 2009 nicht mehr, die Betriebsgebäude am Ortseingang wurden auch schon als Spedition genutzt.
32. Christof Ott & Söhne Bau- und Möbelschreinerei, In der Au 3 wird 2009 von Walter Ott fortgeführt *****
33. Karl Harrer (1910 - 95), Plattenlegermeister Dorfstraße , das Geschäft endete mit dem Erreichen der Altersgrenze um 1975 , Von K. Harrer stammen die zwischen 1960 bis 1980 gedrehten Schmalfilme, von denen 2009 ein großer Teil digitalisiert vorliegt.
34. Gottlob Weber , Gartenbau, Blumenbinderei, wird 2009 fortgeführt ******
35. Julius Stinner, Uhren, Bestecke, Gold- und Silberwaren , besteht 2009 nicht mehr
36 Ewald Kuttler, Bäckerei und Lebensmittel, 1983 von Andreas Speer aus Tailfingen übernommen,
37 Erich Walker, Kraftfahrzeuge, Elektrohaushaltgeräte , existiert 2009 nicht mehr
38. Gaststätte „zum Albblick“ M. Früh und W. Narr , 2009 mit anderen Wirtsleuten vorhanden *****
39. Wilhelm Walz , Sport- und Arbeitsschuhe, Dorfstraße, bestand etwa bis 1995
40. Emil Schneck, Kfz-Werkstatt, Motorräder, Fahrräder Nähmaschinen, besteht 2009 nicht mehr
41. L. Reichart, Kohlenhandlung, Brikett, Kohlen, Koks, Heizöl
, bestand etwa bis 1975
Von den 41 im Inseratenteil des Heimatbuches von 1960 erwähnten Firmen bestehen 2009 noch etwa 9 Unternehmen. Sie sind mit ***** gekennzeichnet.
Botho Walldorf
Samstag, 7. November 2009
Freitag, 6. November 2009
Besichtigung im Kraftwerk Wannweil
In Wannweil gibt es ein kleines Flusskraftwerk.
Zum Areal der Spinnerei und Weberei Wannweil gehörte ein Flusskraftwerk an der Echaz. 1994 wurde es nach der Stillegung von den neuen Besitzern wieder in Betrieb genommen. Mister Bildertanz filmte die Führung.
Die Turbine
Fast lautlos rauscht die Echaz durch das Turbinengehäuse. Die Turbinenschaufeln drehen über eine Welle ein großes Schwungrad.
Im Januar 1994 war dieWiederinbetriebnahme der generalüberholten Turbinenanlage durch die Holy-Kraftwerkgesellschaft,
Die Kraftübertragung vom Schwungrad zum Generator.
Der Generator steht hochwassersicher ein Stockwerk höher. Ein mächtiger Flachriemen aus Kernleder übersetzt die Umdrehungen des Schwungrades an die Welle des Generators.
Zwei Turbinen bringen eine Stundenleistung bei Vollast von 225 kW (kleine Turbine 50 kW, große Turbine 160 kW)
Zum Areal der Spinnerei und Weberei Wannweil gehörte ein Flusskraftwerk an der Echaz. 1994 wurde es nach der Stillegung von den neuen Besitzern wieder in Betrieb genommen. Mister Bildertanz filmte die Führung.
Die Turbine
Fast lautlos rauscht die Echaz durch das Turbinengehäuse. Die Turbinenschaufeln drehen über eine Welle ein großes Schwungrad.
Im Januar 1994 war dieWiederinbetriebnahme der generalüberholten Turbinenanlage durch die Holy-Kraftwerkgesellschaft,
Die Kraftübertragung vom Schwungrad zum Generator.
Der Generator steht hochwassersicher ein Stockwerk höher. Ein mächtiger Flachriemen aus Kernleder übersetzt die Umdrehungen des Schwungrades an die Welle des Generators.
Zwei Turbinen bringen eine Stundenleistung bei Vollast von 225 kW (kleine Turbine 50 kW, große Turbine 160 kW)
Die Spinnerei und Weberei Wannweil - die Fabrikhalle von innen
So sieht also eine leere Fabrikhalle aus.
Unser kalifornischer Freund hat richtig geraten. Das Gebäude gestern zeigt die Fabrikhalle der Spinnerei. Sie steht zur Zeit leer und beeindruckt durch ihre Weite. Dieser Saal könnte viele Geschichten erzählen.
Unser kalifornischer Freund hat richtig geraten. Das Gebäude gestern zeigt die Fabrikhalle der Spinnerei. Sie steht zur Zeit leer und beeindruckt durch ihre Weite. Dieser Saal könnte viele Geschichten erzählen.
Donnerstag, 5. November 2009
Ist das ein Motiv für den neuen Wannweiler Heimatfilm?
Mittwoch, 4. November 2009
Nur noch drei Wochen und zwei Tage - dann gibt es die neue Bildertanz-DVD "Wannweiler Allerlei" zu kaufen
Auf dem Wannweiler Weihnachtsmarkt am 28.11.2009 gibt es die neue Bildertanz-DVD "Wannweiler Allerlei" zu kaufen! Alle, die ein gutes Weihnachtsgeschenk suchen, das ja auch noch einen lokalen Bezug hat, sollten sich diesen Termin unbedingt vormerken!
Die DVD gibt es für nur 10 Euro. Zu sehen sind lauter Kurzfilme aus den sechziger und siebziger Jahren. Kreisfeuerwehrfest, 1966 - Echaz.Hochwasser, 1966 - Fensterblümlesmarkt, 1973 - Wenn der Gemeinderat mutschelt, 1969 - Mit dem Schwäbischen Albverein ins Allgäu - Der Rehbraten (ein Wabbweiler Spielfilm) - Mit dem Gesangverein ins Weingebiet, 1976 - Und ein Ausschnitt aus der TAGESSCHAU 2007: Warum es Hochwasser gibt...
DIE EISENBAHN IN WANNWEIL
MI 04/11/2009 verfasst von Botho Walldorf
Im Jahre 1861 erhielt Wannweil den ersehnten Eisenbahnanschluß durch die Könoiglich Württembergische Eisenbahn (KWSTE). Seitdem kann man bis heute alle bedeutenden Fahrzeuge der deutschen Eisenbahngeschichte in Wannweil sehen. Sogroß war und ist die Typenvielfalt, daß sie im Alltagsleben kaum wahrgenommen wird.
Zahlreiche Dampfloktypen der Länderbahnzeit (Epoche I (1835 bis 1920) warden in die Bahnbetriebswerkstätte nach Tübingen überführt. Dazu gehörte ab 1892 bis 1922 die legendäre Zahnradlokomtive vom Typ „Fz“ , die den Namen „ Achalm“ trug. Ferner die Personenzugtenderlok der Baureihe 75 (württembergisch T5) von denen leider keine erhalten blieb. Die fünfachsige schwere Rangier-Tenderlok Baureihe 92 , württembergisch Tn war auch dabei. Nur wenige Brtiebsaufnamen von dieser interessanten Loktype sind erhalten geblieben.
1906 wurde das zweite Gleis eingebaut. Auf Betreiben der Gemeinde erhielt Wannweil ein eigenes Bahnhofs gebäude, welches, weil um 1980 funktionslos geworden von der DLRG Gruppe Wannweil um 2007 vorbildlich renoviert wurde. Hier begann Helmut Gaiser ( geb. 1928 gest. um 2006) seineLaufbahn bei der Reichsbahn-Gesellschaft als Jungwerker. Damals war noch das Kurbelstellwerk vorhanden, welches auch den Zugang für das von der Spinnerei benutzte Abstellgleis regelte. Aber noch weitere Personen der Zeitgeschichte taten auf dem Wannweiler Bahnhof Dienst. InAnfang der 1980er Jahre war es der Vater des Fußballspielers Guido Buchwald, der in Jahre 1990 zur Deutschen Fußball-Weltmeisterschafts-Mannschaft gehörte. Erinnert sei an den „Gramper“ (Bahnunterhaltungarbeiter) Samuel, der 1901 das Haus in der Au 1 baute. An Familien folgten dann die Sackelhauser Götz und heute Reyhing. 1957 erlitt der Heizer Kress, Degerschlachter Straße 4 auf Bahnhof Tübingen den Unfalltod. An einer Dampflok der Baureihe 64 war die Waschluke nicht richtig verschlossen. Der entweichende Dampfstrahl traf den Wannweiler Kress tödlich. (Quelle: Interview mit Helmut Gaiser Nov. 2003). Kress bewohnte einen der 15 Lahenshöfe, wo sich seit 2005 die Goldschmiede befindet.
1933 wurde die Strecke Stuttgart-Tübingen elektrifiziert. Damit kam auch der elektrische Triebwagen-Vorortzug ET65 genannt „Roter Heuler“ durch Wannweil. Dieser war im Einsatz bis 1978 in Stuttgart das S-Bahnnetz eröffnet wurde. Natürlich fuhren waren alle
Elektro-Altbau -Loks mit ihren typischen Stangenantrieben in Wannweil zu sehen. Erwähnt sie die Drehgestellok E 91. Auch die E94 (Deutsches Krokodil) gab sich in Wannweil ein Stelldichein.
Von Schreinermeister Karl Ott (1901-90)) ist ein Foto erhalten geblieben. Er fotografierte eine Dampflok der Baureihe 91 mit einem Länderbahn-Personenzug um 1930 von seinem Elternhaus In der Au 3 aus. Das Foto wurde im Bildband Wannweil Bilder ausvergangenen Tagen Geiger Verlag Horb 1984 veröffentlicht.
Eigentlich waren alle Dampflok-Typen der württembergischen Staatsbahn in Wannweil zu sehen, nur nahm niemand davon Notiz.
Auch die Dampflokomtiven der Hohenzollerischen Landesbahn, die seit 1911 bis 1940 5 Dampflokomtiven von der Maschinenfabrik Esslingen erwarb, kamen auf der Überführung ins Hohenzollerische Einsatzgebiet durch Wannweil. Wie oft ist die heutige Museumslok 11 (erbaut 1911 in der Maschinenfabrik Esslingen) auf Überführungsfahrten in die Maschinenfabrik Esslingen und auch als Museumslokomtive seit 1971 durch Wannweil gefahren. Erst in Hechinger Bundesbahnhof können die Loks auf die heimische Landesbahn umsetzen. Seit „das Achsen abdrehen“ (Radreifen-Umrißberichtigung ) seit den 1980er Jahren in Plochingen vorgenommen wird, kommen die modernen Landesbahndieselloks Betriebs-Nr. V 1510, V151 und V152 (Baujahr 1985) regelmäßig durch Wannweil.Im Mai eines jaden Jahres ist auch der Triebwagen-Sonderzug „Fliegender Gammertinger“ auf Achse. Seit der Regionalisierung des Bahnverkehrs 1997 sind die elfenbein-weinroten Regioshuttle der Hohenzollerischen Landesbahn oft in Wannweil zu sehen. Bereits die ersten Triebwagen der Landesbahn von 1934 trugen das elfenbein-weinrote Farbschema, was inzwischen zum Markenzeichen der vergrößerten Hohenzollerischen Landesbahn geworden ist.
Beim Einmarsch der französichen Armee „Rhin et Danube“ am 24. April 1945 wurde von der zurückweichenden Wehrmacht die Brücke über den Ebbach gesprengt. Es konnte nicht verhindert werden.
In den 1950er Jahren tauchten dann auch in Wannweil die roten Schienenbusse Vt 95 auf. Sie ersetzten manchen Dampfzug, gemäß dem damaligen Slogan „Unsere Lokomotiven gewöhnen sich das Rauchen ab“. Sie waren bis 1995 in Betrieb. Einige Exemplare blieben betriebsfähig. Sie werden heute auf der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB) in Münsingen unter Federführung des rührigen Bernd-Mathias Weckler museal eingesetzt. Als Werbname hat sich der Begriff „Roter Brummer“ durchgesetzt.
Um 1975 wurden die klappernden mechanischen Einfahrtssignale fdurcvh Lichtsignale ersetzt.
Diese Einfahrtssignale gehörten generationenlang zu Erscheinungsdbild der Eisenbahn.
Bis in die 1980er Jahre verkehrten die Wendezüge Stuttgart-Tübingen. Mit den sogenannten „Silberlingen“ war der Charme des Reisekomforts der 1950er Jahre noch lange erlebbar. Längst vergessen sind die zwei- und vierschsigen „Umbauwagen“, die auf preußischen Fahrgestellen aufgesetzt, in den 1950er Jahren modernisierte Wagenkästen bekamen.
Seit etwa 1982 stehen auch in Wannweil Fahrkartenautomaten, die manchmal ihre Tücken haben. Seit 1. Jan. 2002 gehört Wannweil zum Verkehrsverbund „NALDO“ (Neckar-Alb-Donau), der in Bempflingen endet. 2009 wird der Bahnhof Wannweil fast ausschließlich von den spurtstarken Regio-Shuttles RS 1 von verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen bedient. Es sind alles dieselben Typen, die bis Herrenberg, Urach und Plochingen fahren. Allein in der Farbgebung und Beschriftung unterscheiden sie sich. An manchen ist der Begriff „Kulturbahn“ zu lesen. Die fährt im Nagoldtal
Im Aug. 1991 wurden in einem Sonderzug .die Sarkophage FriedrichWilhelm I (1713-1740), „Soldatenkönig“ und Friedrich II (1712-1786, reg. 1740-86) , genannt „der Große“ von Hechingen nach Potsdam überführt. Särge waren bis 1943 in der 1950 abgebrochenen Potsdamer Garnisonskirche gestanden. Dieser illustre Sonderzug fuhr mit langsamer Geschwindigkeit auch durch Wannweil.
Wenn im Frühjahr 2010 die legendäre Zahnradlok Betriebsnummer 97 501 nach der Instandsetzung durch die Zahnradbahnfreunde Honau-Lichtenstein (ZHL) zunächst zur Abnahmefahrt auf die Hohenzollerische Landesbahn gebracht wird, wird sie im Schlepp durch Wannweil rollen. In ihrem Lokleben, welches von 1922 bis 1962 währte, ist sie zur Reparatur oder Wartung oft nach Tübingen überführt worden. Seit die Deutsche Bahn AG ihre „Trassen“ verkauft, ist auch manche exotische Diesellok vor Güterzügen hier zu sehen.
Museums-Dampflokomotiven fahren zuhauf durch Wannweil. Da kann man noch einmal das sich drehende Gestänge der Dampflokomtiven beobachten, was generationenlang zu Eisenbahnberieb gehörte. Wenn in Rottweil 2011 ein „Eisenbahn-Erlebniszentrum“ eröffnet wird, müssen alle Museumsfahrzeuge den Weg durch Wannweil nehmen.
Es lohnt sich also auch heute noch, den Bahnbetrieb um Wannweil zu
beobachten.
Im Jahre 1861 erhielt Wannweil den ersehnten Eisenbahnanschluß durch die Könoiglich Württembergische Eisenbahn (KWSTE). Seitdem kann man bis heute alle bedeutenden Fahrzeuge der deutschen Eisenbahngeschichte in Wannweil sehen. Sogroß war und ist die Typenvielfalt, daß sie im Alltagsleben kaum wahrgenommen wird.
Zahlreiche Dampfloktypen der Länderbahnzeit (Epoche I (1835 bis 1920) warden in die Bahnbetriebswerkstätte nach Tübingen überführt. Dazu gehörte ab 1892 bis 1922 die legendäre Zahnradlokomtive vom Typ „Fz“ , die den Namen „ Achalm“ trug. Ferner die Personenzugtenderlok der Baureihe 75 (württembergisch T5) von denen leider keine erhalten blieb. Die fünfachsige schwere Rangier-Tenderlok Baureihe 92 , württembergisch Tn war auch dabei. Nur wenige Brtiebsaufnamen von dieser interessanten Loktype sind erhalten geblieben.
1906 wurde das zweite Gleis eingebaut. Auf Betreiben der Gemeinde erhielt Wannweil ein eigenes Bahnhofs gebäude, welches, weil um 1980 funktionslos geworden von der DLRG Gruppe Wannweil um 2007 vorbildlich renoviert wurde. Hier begann Helmut Gaiser ( geb. 1928 gest. um 2006) seineLaufbahn bei der Reichsbahn-Gesellschaft als Jungwerker. Damals war noch das Kurbelstellwerk vorhanden, welches auch den Zugang für das von der Spinnerei benutzte Abstellgleis regelte. Aber noch weitere Personen der Zeitgeschichte taten auf dem Wannweiler Bahnhof Dienst. InAnfang der 1980er Jahre war es der Vater des Fußballspielers Guido Buchwald, der in Jahre 1990 zur Deutschen Fußball-Weltmeisterschafts-Mannschaft gehörte. Erinnert sei an den „Gramper“ (Bahnunterhaltungarbeiter) Samuel, der 1901 das Haus in der Au 1 baute. An Familien folgten dann die Sackelhauser Götz und heute Reyhing. 1957 erlitt der Heizer Kress, Degerschlachter Straße 4 auf Bahnhof Tübingen den Unfalltod. An einer Dampflok der Baureihe 64 war die Waschluke nicht richtig verschlossen. Der entweichende Dampfstrahl traf den Wannweiler Kress tödlich. (Quelle: Interview mit Helmut Gaiser Nov. 2003). Kress bewohnte einen der 15 Lahenshöfe, wo sich seit 2005 die Goldschmiede befindet.
1933 wurde die Strecke Stuttgart-Tübingen elektrifiziert. Damit kam auch der elektrische Triebwagen-Vorortzug ET65 genannt „Roter Heuler“ durch Wannweil. Dieser war im Einsatz bis 1978 in Stuttgart das S-Bahnnetz eröffnet wurde. Natürlich fuhren waren alle
Elektro-Altbau -Loks mit ihren typischen Stangenantrieben in Wannweil zu sehen. Erwähnt sie die Drehgestellok E 91. Auch die E94 (Deutsches Krokodil) gab sich in Wannweil ein Stelldichein.
Von Schreinermeister Karl Ott (1901-90)) ist ein Foto erhalten geblieben. Er fotografierte eine Dampflok der Baureihe 91 mit einem Länderbahn-Personenzug um 1930 von seinem Elternhaus In der Au 3 aus. Das Foto wurde im Bildband Wannweil Bilder ausvergangenen Tagen Geiger Verlag Horb 1984 veröffentlicht.
Eigentlich waren alle Dampflok-Typen der württembergischen Staatsbahn in Wannweil zu sehen, nur nahm niemand davon Notiz.
Auch die Dampflokomtiven der Hohenzollerischen Landesbahn, die seit 1911 bis 1940 5 Dampflokomtiven von der Maschinenfabrik Esslingen erwarb, kamen auf der Überführung ins Hohenzollerische Einsatzgebiet durch Wannweil. Wie oft ist die heutige Museumslok 11 (erbaut 1911 in der Maschinenfabrik Esslingen) auf Überführungsfahrten in die Maschinenfabrik Esslingen und auch als Museumslokomtive seit 1971 durch Wannweil gefahren. Erst in Hechinger Bundesbahnhof können die Loks auf die heimische Landesbahn umsetzen. Seit „das Achsen abdrehen“ (Radreifen-Umrißberichtigung ) seit den 1980er Jahren in Plochingen vorgenommen wird, kommen die modernen Landesbahndieselloks Betriebs-Nr. V 1510, V151 und V152 (Baujahr 1985) regelmäßig durch Wannweil.Im Mai eines jaden Jahres ist auch der Triebwagen-Sonderzug „Fliegender Gammertinger“ auf Achse. Seit der Regionalisierung des Bahnverkehrs 1997 sind die elfenbein-weinroten Regioshuttle der Hohenzollerischen Landesbahn oft in Wannweil zu sehen. Bereits die ersten Triebwagen der Landesbahn von 1934 trugen das elfenbein-weinrote Farbschema, was inzwischen zum Markenzeichen der vergrößerten Hohenzollerischen Landesbahn geworden ist.
Beim Einmarsch der französichen Armee „Rhin et Danube“ am 24. April 1945 wurde von der zurückweichenden Wehrmacht die Brücke über den Ebbach gesprengt. Es konnte nicht verhindert werden.
In den 1950er Jahren tauchten dann auch in Wannweil die roten Schienenbusse Vt 95 auf. Sie ersetzten manchen Dampfzug, gemäß dem damaligen Slogan „Unsere Lokomotiven gewöhnen sich das Rauchen ab“. Sie waren bis 1995 in Betrieb. Einige Exemplare blieben betriebsfähig. Sie werden heute auf der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB) in Münsingen unter Federführung des rührigen Bernd-Mathias Weckler museal eingesetzt. Als Werbname hat sich der Begriff „Roter Brummer“ durchgesetzt.
Um 1975 wurden die klappernden mechanischen Einfahrtssignale fdurcvh Lichtsignale ersetzt.
Diese Einfahrtssignale gehörten generationenlang zu Erscheinungsdbild der Eisenbahn.
Bis in die 1980er Jahre verkehrten die Wendezüge Stuttgart-Tübingen. Mit den sogenannten „Silberlingen“ war der Charme des Reisekomforts der 1950er Jahre noch lange erlebbar. Längst vergessen sind die zwei- und vierschsigen „Umbauwagen“, die auf preußischen Fahrgestellen aufgesetzt, in den 1950er Jahren modernisierte Wagenkästen bekamen.
Seit etwa 1982 stehen auch in Wannweil Fahrkartenautomaten, die manchmal ihre Tücken haben. Seit 1. Jan. 2002 gehört Wannweil zum Verkehrsverbund „NALDO“ (Neckar-Alb-Donau), der in Bempflingen endet. 2009 wird der Bahnhof Wannweil fast ausschließlich von den spurtstarken Regio-Shuttles RS 1 von verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen bedient. Es sind alles dieselben Typen, die bis Herrenberg, Urach und Plochingen fahren. Allein in der Farbgebung und Beschriftung unterscheiden sie sich. An manchen ist der Begriff „Kulturbahn“ zu lesen. Die fährt im Nagoldtal
Im Aug. 1991 wurden in einem Sonderzug .die Sarkophage FriedrichWilhelm I (1713-1740), „Soldatenkönig“ und Friedrich II (1712-1786, reg. 1740-86) , genannt „der Große“ von Hechingen nach Potsdam überführt. Särge waren bis 1943 in der 1950 abgebrochenen Potsdamer Garnisonskirche gestanden. Dieser illustre Sonderzug fuhr mit langsamer Geschwindigkeit auch durch Wannweil.
Wenn im Frühjahr 2010 die legendäre Zahnradlok Betriebsnummer 97 501 nach der Instandsetzung durch die Zahnradbahnfreunde Honau-Lichtenstein (ZHL) zunächst zur Abnahmefahrt auf die Hohenzollerische Landesbahn gebracht wird, wird sie im Schlepp durch Wannweil rollen. In ihrem Lokleben, welches von 1922 bis 1962 währte, ist sie zur Reparatur oder Wartung oft nach Tübingen überführt worden. Seit die Deutsche Bahn AG ihre „Trassen“ verkauft, ist auch manche exotische Diesellok vor Güterzügen hier zu sehen.
Museums-Dampflokomotiven fahren zuhauf durch Wannweil. Da kann man noch einmal das sich drehende Gestänge der Dampflokomtiven beobachten, was generationenlang zu Eisenbahnberieb gehörte. Wenn in Rottweil 2011 ein „Eisenbahn-Erlebniszentrum“ eröffnet wird, müssen alle Museumsfahrzeuge den Weg durch Wannweil nehmen.
Es lohnt sich also auch heute noch, den Bahnbetrieb um Wannweil zu
beobachten.
Dienstag, 3. November 2009
DIE FOTOSAMMLUNG DER GEMEINDE WANNWEIL
Stand vom Di 03.11.2009 verfasst von Botho Walldorf
Aufgrund verschiedener Anlässe kamen Fotos ins Gemeindearchiv Wannweil. Generationenlang waren Fotos als nicht archivwürdig angesehen worden. 1940 fotografierte Bürgermeister Zanzinger (Um 1908 geboren, gefallen 1944) etwa 30 Baryt-Fotos von Wannweil, um sie den Soldaten ins Feld zu schicken. Sogar die dazugehörigen 6 x 9 cm Rollfilmnegative blieben in den Original-Negativtaschen (Pergamin) erghalten.
1955 rief Bürgermeister Willy Obermüller (1897 bis um 1985, Dienstzeit 1949 bis 1967) zu einem Fotowettbewerb auf. Die etwa 60 eingegangenen Fotos wurden aufbewahrt. 1955 fuhren noch Kuhfuhrwerke auf der Hauptstraße. 1956 war die Uhlandschule mit Hallen bad ganz neu.
Zreittypisch eingerahmt sind die Porträts der Ehrenbüger und Fabrikanten Richard Burkhardt und Karl Conzelmann. Sie waren ab 1960 bis 1994 im Sitzungssaal des alten Rathauses (Bestand von 1839 bis 1996) aufgehängt.
Auch unter Bürgermeister Rüdiger Scherret (geb. 1938 in Stutthof/Stutowo, Dienstzeit 1967 bis 1995) gelangten Schwarz-weiß Barytfotos aber auch schon die ersten Farbnegativ-Fotos ins Gemeindearchiv.
Auf diesen Fundus konnte Schreinermeister Walter Ott (geb. 1948) und B. Walldorf (geb. 1945) zurückgreifen, zum Verfassen der Bildbände „Wannweil, Bilder aus vergangenen Tagen“ 1984 und „Wannweil, ein frühindustrielles Trachtendorf“, 1996, beide erschienen im Geiger-Verlag Horb.
2003 fotografierten Jugendliche im Rahmen einer Fördermaßnahme in Wannweil. Sie veranstalteten eine „Kreativ-Ausstellung“. Es war die letzte Farbnegativ-Analog- Fotoserie, die ins Gemeindeearchiv gelangte
Im November 2007 war die erste Veranstaltung des Teams „BILDERTANZ“. Bei der Gelegenheit wurden zahlreiche Fotos und auch alte Schmalfilme digitalisiert. Die Schmalfilme hatte Plattenlegermeister Karl Harrer (1910 bis 1995) , Dorfstraße ab 1965 bis 1985 aufgenommen. Bürgermeisterin Anette Rösch (geb. 1967, seit 1995 in Wannweil) konnte die Filme für das Gemeindearchiv erwerben. Die Digitalisierung wurde 2007 angefangen und ist 2009 noch nicht abgeschlossen.
2009 wurden 35 Fotos von Wannweil aus dem Zeitraum 2004 bis 2009 in der französichen Partnerstadt Mably gezeigt. Diese -nunmahr ausschließlich Digitalfotos stammen von der ortsansäßigen Künstlerin Ulrike Franz und dem Fotografen Franz Kleeblatt.
Zahlreiche weiteren ortsgeschichtlich bedeutsame Fotos befinden sich bei Schreinermeister Walter Ott , in der Au 3 und im Kreisarchiv Reutlingen, Bestand S 13/2.. Dort wird auch eine ab 1984 geführte örtliche Zeitungsausschnitt-Sammlung aktuell fortgeführt.
Seit 2008 sind im virtuellen Museum Wannweil schon über 60 kommentierte Fotos zur Geschichte Wannweils ins Netz gestellt und damit weltweit verfügbar.
Anhand der fotogeschichtlicheb Belege ist im Gemeindearchiv Wannweil die Entwicklung vom Rollfilm-Negativ bis zur digitalen Bilderwelt nachvollziehbar.
Es steht von Wannweil also genügend Fotomaterial für künftige Ausstellungen und Veröffentlichungen zur Verfügung.
Botho Walldorf
Aufgrund verschiedener Anlässe kamen Fotos ins Gemeindearchiv Wannweil. Generationenlang waren Fotos als nicht archivwürdig angesehen worden. 1940 fotografierte Bürgermeister Zanzinger (Um 1908 geboren, gefallen 1944) etwa 30 Baryt-Fotos von Wannweil, um sie den Soldaten ins Feld zu schicken. Sogar die dazugehörigen 6 x 9 cm Rollfilmnegative blieben in den Original-Negativtaschen (Pergamin) erghalten.
1955 rief Bürgermeister Willy Obermüller (1897 bis um 1985, Dienstzeit 1949 bis 1967) zu einem Fotowettbewerb auf. Die etwa 60 eingegangenen Fotos wurden aufbewahrt. 1955 fuhren noch Kuhfuhrwerke auf der Hauptstraße. 1956 war die Uhlandschule mit Hallen bad ganz neu.
Zreittypisch eingerahmt sind die Porträts der Ehrenbüger und Fabrikanten Richard Burkhardt und Karl Conzelmann. Sie waren ab 1960 bis 1994 im Sitzungssaal des alten Rathauses (Bestand von 1839 bis 1996) aufgehängt.
Auch unter Bürgermeister Rüdiger Scherret (geb. 1938 in Stutthof/Stutowo, Dienstzeit 1967 bis 1995) gelangten Schwarz-weiß Barytfotos aber auch schon die ersten Farbnegativ-Fotos ins Gemeindearchiv.
Auf diesen Fundus konnte Schreinermeister Walter Ott (geb. 1948) und B. Walldorf (geb. 1945) zurückgreifen, zum Verfassen der Bildbände „Wannweil, Bilder aus vergangenen Tagen“ 1984 und „Wannweil, ein frühindustrielles Trachtendorf“, 1996, beide erschienen im Geiger-Verlag Horb.
2003 fotografierten Jugendliche im Rahmen einer Fördermaßnahme in Wannweil. Sie veranstalteten eine „Kreativ-Ausstellung“. Es war die letzte Farbnegativ-Analog- Fotoserie, die ins Gemeindeearchiv gelangte
Im November 2007 war die erste Veranstaltung des Teams „BILDERTANZ“. Bei der Gelegenheit wurden zahlreiche Fotos und auch alte Schmalfilme digitalisiert. Die Schmalfilme hatte Plattenlegermeister Karl Harrer (1910 bis 1995) , Dorfstraße ab 1965 bis 1985 aufgenommen. Bürgermeisterin Anette Rösch (geb. 1967, seit 1995 in Wannweil) konnte die Filme für das Gemeindearchiv erwerben. Die Digitalisierung wurde 2007 angefangen und ist 2009 noch nicht abgeschlossen.
2009 wurden 35 Fotos von Wannweil aus dem Zeitraum 2004 bis 2009 in der französichen Partnerstadt Mably gezeigt. Diese -nunmahr ausschließlich Digitalfotos stammen von der ortsansäßigen Künstlerin Ulrike Franz und dem Fotografen Franz Kleeblatt.
Zahlreiche weiteren ortsgeschichtlich bedeutsame Fotos befinden sich bei Schreinermeister Walter Ott , in der Au 3 und im Kreisarchiv Reutlingen, Bestand S 13/2.. Dort wird auch eine ab 1984 geführte örtliche Zeitungsausschnitt-Sammlung aktuell fortgeführt.
Seit 2008 sind im virtuellen Museum Wannweil schon über 60 kommentierte Fotos zur Geschichte Wannweils ins Netz gestellt und damit weltweit verfügbar.
Anhand der fotogeschichtlicheb Belege ist im Gemeindearchiv Wannweil die Entwicklung vom Rollfilm-Negativ bis zur digitalen Bilderwelt nachvollziehbar.
Es steht von Wannweil also genügend Fotomaterial für künftige Ausstellungen und Veröffentlichungen zur Verfügung.
Botho Walldorf
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