Samstag, 27. April 2013

Ausfahrt der Wol(l)pert-Sippe am 30. Mai 2013 (Fronleichnamsfeiertag)


Foto: Bernd Walter

„Ein Wagen voller Lumppen“ auf dem Weg nach Tübingen.
Einladung zum Wollpertausflug.
Die vielköpfige Familie des Karl August Lumpp aus Gomaringen fuhr 1931 mit dem eigenen Fahrzeug nach Tübingen. Ziel war das Fotoatelier L. Bäuerle für ein Familienfoto.  Karl August und Katharina hatten 12 Mädchen und einen Sohn. Die Wollpertfamilie macht sich am Fronleichnamsfeiertag auch auf den Weg nach Tübingen. Ein Nachfahre dieser Lumpps, Bernd Walter, er ist Bereichsleiter im Friedhofswesen Tübingen, lädt uns  zu einer Führung auf dem Stadtfriedhof ein. Der Rundgang mit dem Thema: „Der Tübinger Stadtfriedhof – von der Neuanlage 1829 bis zur Wiedereröffnung 2002 – ein einzigartiges Kulturdenkmal und Zeugnis der Tübinger Stadtgeschichte“ dauert eine gute Stunde. Wir laden alle, die sich der Wollpertfamilie angehörig fühlen, zu einem Ausflug am Fronleichnamstag, 30. Mai 2013 ein. Abfahrt ist mit eigenen PKW´s und Mitfahrgelegenheit um 11:00 Uhr in der Dorfstraße bei der Dorflinde. Wir fahren zum Schwärzlocher Hof, dort ist ein Mittagstisch bestellt. Nach dem Essen ist der Rundgang auf dem Stadtfriedhof. Der Ausflug endet bei Kaffee und Kuchen in der Gaststätte Rosenau.
Anmeldungen sind bis 24. Mai bei Walter Ott Tel.: 07121/956957 oder Evi Parth Tel.: 07121/630555 vorzunehmen, wo auch weitere Informationen erhältlich sind.

Donnerstag, 25. April 2013

Besuch der Walzmühle am Sonntag, den 21. April 2013 durch den Albverein Wannweil


Vor ein paar Monaten hatte sich die Ortsgruppe des Albvereins bereits den Film über die beiden Walz-Schwestern als Heimkino in ihrem Vereinsraum im Gemeindehaus angeschaut. Nun wurde der Wunsch erfüllt, das noch Vorhandene in natura zu sehen.
Am Sonntag, den 21. April 2013 machten sich 29 Wannweiler mit Privatautos auf den Weg nach Hörschwag, wo sie von dem ortkundigen Archäologen Wolfgang Heinzelmann M.A. empfangen wurden.
Auf dem Wege zur Walzmühle erzählte Heinzelmann von der Lauchert, die bei Melchingen entspringt und nach etwa 60 Kilometern bei Sigmaringendorf in die Donau mündet. Heinzelmann erwähnte, dass Mühlen oft am Rande von Herrschaftsgrenzen erbaut wurden, was auch hier der Fall ist. Hier sind die ehemaligen Herrschaftsgrenzen auch gleichzeitig Konfessionsgrenzen.
Die heutigen Eigentümer haben das Anwesen im September 2012 von Klara Walz erworben, deren aus Neufra kommende Familie das Anwesen seit 1883 besaß. Langwierige Genehmigungsverfahren für den geplanten touristischen Ausbau sind in die Wege geleitet. Zunächst haben die neuen Besitzer schon viel Aufräumungsarbeiten geleistet, die noch nicht abgeschlossen sind. Über den Fortgang der Arbeiten kann man sich unter www.albmuehle.de informieren. Dort ist auch das Wichtigste über die Jahrhunderte währende Geschichte der Walzmühle samt Fotos nachzulesen.
Für die Wannweiler setzte Heinzelmann das 6 Meter hohe Mühlrad in Gang. Vielen waren die Geräusche des laufenden Wasserrades noch aus der Kindheit vertraut. Noch in den 1950er Jahren waren ja auch in Wannweil zwei Mühlen in Betrieb. 
Freundlicherweise kam der Besitzer aus seinem Wohnort Kohlstetten, um den Wannweilern die Besichtigung der Walz-Mühle im derzeitigen Zustand zu ermöglichen. Im Anbau ist das seit 1929 in Gang befindliche Sägegatter zu sehen. Bis 2009 hatte Klara Walz, Jahrgang 1925, die Lohnsägerei betrieben. Heute lebt sie im Burladinger Altersheim. Natürlich würde „die Klara“ gerne wieder auf die heimische Mühle zurückkehren, ab das bleibt ein Traum.
Die Mahlmühle mit ihren Mühlsteinen ist noch komplett vorhanden. Manche nicht mehr gebrauchten landwirtschaftlichen Geräte, wie etwa Habergeschirre, landeten in den hölzernen Mahltrichtern. In der Wohnung besticht noch der originale, aufgemauerte Herd mit Herdschiff. Das Verwurzelsein im katholischen Glauben belegen die zahlreichen Gebetbücher, („Magnifikat), Sterbebilder und die Devotionalien, welche die Walz-Geschwister von ihren zahlreichen Wallfahrten mitgebracht haben. Vergilbte, eingerahmte Familienfotos im Großformat hängen unverändert im Wohnzimmer. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf das Hochtal der Lauchert. Ein Bad war natürlich keines vorhanden, aber ein Trockenabort (Plumpsklo) in modernisierter Form.
Die Wannweiler erinnerten sich, dass eine ganze Anzahl „alte Wittfrauen“ noch in den 1960er Jahren dort in ähnlichen Wohnverhältnissen leben mussten.
Waltraud Lentmaier dankte dem Eigentümer für den Einblick und wünschte viel Erfolg für seine künftigen Vorhaben.
Über die Landschaft der Kuppenalb ging es ins 5 Km entfernte Trochtelfingen. An den seit 2006 amtierenden ev. Pfarrer Ekkehard Rossbach, der aus Wannweil stammt, wurde erinnert. Im „Städtle“ wurde die gotische Pfarrkirche St. Martin besichtigt, die von einem Kranz bemerkenswerter Fachwerkhäuser, ehemaligen Kaplaneihäusern umgeben ist.
Der Rückweg führte über Hausen an der Lauchert, vorbei an einer Doline (Erdfall) und an Feldkreuzen. Die Abendeinkehr fand in Gönningen statt.

Botho Walldorf

Samstag, 20. April 2013

Zeitzeugengespräch am vergangenen Donnerstag, den 18. April 2013 in der Gemeindebücherei Wannweil



Der Krankenpflegeverein Wannweil hatte unter seinem Vorsitzenden Hauke Petersen nun schon mehrfach zu Zeitzeugengesprächen eingeladen, die immer gut besucht waren. Erinnert sei an die Themen „Weihnachten in schwerer Zeit“  im Dezember 2011 und über die Spinnerei im Februar 2013.
 
Büchereileiterin Christina Ulmer-Trauner konnte eine stattliche Anzahl Zuhörer begrüßen, unter ihnen Bürgermeisterin Rösch und Pfarrer Gläser. Auch ein Vertreter des „Reutlinger Generalanzeigers“ war anwesend. Herr Tillman Börner wird einen Bericht veröffentlichen, der nicht nur als Print-Medium zur Verfügung steht, sondern im Online-Archiv des Reutlinger Generalanzeigers auch in Zukunft nachlesbar bleiben wird. Klaus Skwierblies sorgte für die Dokumentation als Film. Botho Walldorf beschreibt in diesem Blog einige Einzelheiten aus den Berichten, die vielleicht anderswo nicht veröffentlicht werden.

Herr Trojan, Jahrgang 1923 stammt aus Rastenburg in Ostpreußen. Er war bei der Marine auf einer Art Schnellboot. Er verbrachte die letzten Kriegsmonate in der „Festung“ La Rochelle. Vom Schiff weg wurden sie zur Verteidigung dieser Festung eingesetzt. Die „Festung La Rochelle“ spielte in der Propaganda des zu Ende gehenden Dritten Reiches eine große Rolle. Deshalb war es interessant, noch einmal einen Zeitzeugen zu diesem selten angesprochenen Thema zu hören.
Herr Trojan musste sich dann im Westen eine neue Existenz aufbauen. Er sagte, dass er Glück hatte, seine Ausbildung als Bankkaufmann noch in der Heimat abschließen zu können. Allerdings gestaltete sich in der Nachkriegszeit die Stellensuche im Raum Ludwigsburg als schwierig. Die Banken wollten die Stellen freihalten für ihre ehemaligen Mitarbeiter, die sich noch in Kriegsgefangenschaft befanden. Mühselig fand er heraus, dass dies der Hauptgrund seiner erfolglosen Stellensuche war.
Vor wenigen Jahren musste Herr Trojan seiner Frau ins Grab schauen. Diese hatte im seit 2005 bestehenden Gemeindepfleghaus Wannweil eine liebevolle Aufnahme gefunden.

Frau Wöhr, Jahrgang 1924 war bisher als Zeitzeugin nicht in Erscheinung getreten. Ihre Nachbarin Frau Bartsch, die bis 2004 auf der Wannweiler Filiale der Kreissparkasse arbeitete, hatte sie dazu gebracht, in diesem Rahmen in der Wannweiler Öffentlichkeit über ihre Erlebnisse auszusagen.
Bis zum Luftangriff im August 1944 auf Königsberg merkte die spätere Frau Wöhr vom Krieg recht wenig. Natürlich hatte sie im Oktober 1944 von den schrecklichen Geschehnissen von Nemmersdorf gehört. Diese waren ja von der NS-Propaganda besonders aufgebauscht worden. Auf verschiedenen Schiffen gelangte Frau  Wöhr über Pillau, Neutief , sowie Fußmärsche auf der Nehrung über Hela schließlich nach Kopenhagen. Dort sah sie und ihre Mutter den schweren Kreuzer „Prinz Eugen“. Sie traf dort tatsächlich ihren Bruder, der dann auf der Prinz Eugen in amerikanische Gefangenschaft gehen musste. Die „Prinz Eugen“ endete als Bombenziel beim Bikini-Atoll im Pazifischen Ozean. Bekanntlich war die „Prinz Eugen“ im Mai 1941 ja Begleitschiff des Schlachtschiffes „Bismarck“, welches zuvor das englische Schlachtschiff „Hood“ versenkt hatte. Frau Wöhr kam dann nach vielen Irrwegen nach Degerschlacht. Frau Wöhr war da im heiratsfähigen Alter. Von den „Flüchtlingsmädchen“ wusste jeder, dass sie nichts hatten. So war manche Partie unerwünscht. In Wannweil baute sie dann mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann ein Eigenheim, wo sie noch heute wohnt.

Eine Zeitzeugin, Frau Barbara Hummel, Jahrgang 1929 konnte zu allen drei, bisher in der Wannweiler Öffentlichkeit angesprochenen Themen Stellung nehmen. Frau Hummel las vor, was sie handschriftlich verfasst hatte. Ihr Heimatort war Sackelhausen im rumänischen Banat. Im Aug. 1944 verkündete der „Trommelmannn“, dass sie ihren Heimatort am nächsten Morgen auf Befehl der Wehrmacht zu verlassen hätten. Für die meisten „Donauschwaben“ bot Österreich zunächst Schutz, bis die unmittelbaren Kriegshandlungen aufgehört hatten. Dann aber musste die Familie versuchen, sich wirtschaftlich bei Bauern durchzuschlagen. Wie bei zahlreichen Flüchtlingsschicksalen, bot die gute Beschäftigungslage der Wannweiler Textilindustrie sofort Arbeitsplätze für einen Neuanfang.
Moderator Petersen meinte, dass entscheidend war, in welchem Lebensalter sich die Heimatvertriebenen befanden, als sie das Schicksal des Heimatverlustes traf. Am Schlimmsten war der Heimatverlust für die über 60-jährigen. Die etwa 30-jährigen konnten sich in der Wirtschaftswunderzeit am ehesten eine neue Existenz aufbauen. Die Väter der Zeitzeugen waren für die Teilnahme am Ersten Weltkrieg zu jung und im Zweiten Weltkrieg zu alt gewesen. Deswegen wurden die meisten Väter für die OT (Organisation Todt) zwangsrekrutiert.
Christian Keil, Jahrgang 1932, verbrachte seine Kindheit im Ostteil der seit 1945 geteilten Stadt Görlitz. Herr Keil ist in Wannweil bekannt als langjähriger SPD-Gemeinderat und Vorsitzender des Krankenpflegevereins. Herr Keil hatte Glück, dass er Verwandtschaft in Altshausen in Oberschwaben hatte. So hatte die Familie ein Ziel, wo sie hin konnten. Als damals 14 jähriger lernte Keil schnell schwäbisch. Von dieser Zeit ist übrig geblieben, dass er schwäbisch antwortet, wenn er auf schwäbisch angesprochen wird. Er weiß aber die Situationen, wo es besser ist , hochdeutsch zu sprechen.
Botho Walldorf, Jahrgang 1945 ist auf der Flucht geboren. Er berichtete, wie heute in der polnischen Kleinstadt Mewe an der Weichsel mit der deutschen  bzw. preußischen Vergangenheit umgegangen wird. Die Kaiserzeit wird als Zeit wirtschaftlichen Wohlstandes angesehen. Damals entstanden Eisenbahn, Wasser- und Stromversorgung , wovon die Kleinstadt auch 2013 noch profitiert. In der heutigen Geschichtsschreibung wird objektiv berichtet, dass zahlreiche öffentliche Gebäude von den „Preußen“ erbaut wurden. Mittelfristig gerät jedoch in Vergessenheit, dass am Ort einmal Deutsche wohnten. Als zahlungskräftige Touristen, welche die „Kreuzritterburg“ besichtigen wollen, sind die Deutschen heute gerne gesehen. In der Schule ist zwar Englisch inzwischen die erste Fremdsprache, aber wegen der angespannten Arbeitsmarktsituation wird wieder gerne nach Deutschland geheiratet.

Ob die Heimatvertriebenen heute in Wannweil integriert sind, darüber waren die anwesenden Zeitzeugen geteilter Meinung.

Verantwortlich für diesen Beitrag: Botho Walldorf 

Freitag, 19. April 2013

Gewerbeschau in Wannweil.........3






Bei der Planung für das Essen im Haus der Dorfmitte war das schöne Wetter nicht einkalkuliert.Linsen mit Spätzle und Saiten schmeckten trotzdem.Wer an der Ausschreibung des Quiz teilnahm,den erwarteten bei der Ziehung attraktive Preisse,die von den Ausstellern gespendet wurden.

Donnerstag, 18. April 2013

Mittwoch, 17. April 2013

Gewerbeschau in Wannweil ein toller Erfolg.






Frau BM Rösch begrüsste die Aussteller und Gäste und stellte fest,dass alles vertreten ist von A-V.Eine Kindertanzgruppe aus Kirchentellinsfurt eröffnete diesen herrlichen Tag mit schönen Tänzen .